Natural Colours Magazin by Buksbom® | Echo

Ökologie und Ästhetik

Die Vorzüge traditioneller Naturfarben

Foto: Pure & Original

Der Farben-Markt bietet bereits seit vielen Jahren eine ganze Reihe ökologischer Produkte und qualitativ hochwertiger Anstreichmittel mit natürlichen Inhaltsstoffen, die umwelt- und gesundheitsfreundlich einsetzbar sind. Wer hingegen nicht nur technisch anspruchsvoll und ökologisch einwandfrei sanieren, renovieren oder restaurieren möchte, sondern zusätzlich auch unter historischen, ideellen und nicht zuletzt ästhetischen Gesichtspunkten entscheidet, kommt an den so genannten "Traditionellen Naturfarben" nicht vorbei. Die wenigen Nischen-Hersteller, wie zum Beispiel Painting the Past, Pure & Original und L’Authentique bieten Produkte, die diese Kriterien gleichzeitig bereit stellen. Das Sortiment reicht von Wandfarben auf Kreide- und Kalkbasis über Lacke und Bodenfarben auf Wasser- und Öl-Basis sowie Aussenfarben bis hin zu Tafelfarben, ökologischen Abbeizen, Fett- und Wachsentfernern, Primern, Versiegelern und Bienenwachsen.

 

Hochwertige Naturpigmente

Traditionelle und ästhetische Qualität

 

Anhand von Herstellungsmethode und Ausgangsmaterial, Anwendungsbereich und Verarbeitungsweise sowie der Farbpalette erschliesst sich die spezifische traditionelle Qualität von Naturfarben. Die Zubereitung erfolgt auf Grundlage alter Original-Rezepturen und dabei im Wesentlichen historisch überlieferten Wissens über Werkstoffe, wie Kreide, Kalk, Marmor, Granit, Tonerde oder Quartz, und die Gewinnung von Naturpigmenten. Die Zusammenstellung der Inhaltsstoffe wird zwar den sich im Laufe der Zeit verändernden Anforderungen angepasst, jedoch nur unter Gewährleistung eines höchstmöglichen Anteils natürlicher Bestandteile sowie unter Vermeidung von Lösemitteln, Konservierungsstoffen oder gar kennzeichnungspflichtigen Substanzen. So benötigen beispielsweise wasserbasierte Kreidelacke, die aufgrund ihrer Eigenschaften vergleichsweise angenehmer zu verarbeiten sind als klassische Öllacke, einen gewissen Acrylanteil, um die für arbeitende Maluntergründe, wie Holz oder Metall notwendige Elastizität des Farbfilms zu erreichen. Allerdings sind nach wie vor auch althergebrachte Rezepturen im Sortiment zu finden, wie zum Beispiel die traditionelle Kalei Mauerwerkfarbe – ein Kalkputz, der auch Waschung (Lime Wash) genannte wird, löschkalkbasierte Wandfarben oder eben die genannten Öllacke. Zwar sind traditionelle Naturfarben je nach dem noch weitgehend unbekannt oder besser, in Vergessenheit geraten. Wenigstens Kreidefarbe aber hat es bereits bis in die größeren Zeitschriftentitel geschafft und damit auch die für diese typisch stumpfmatte, pudrige Optik. Auch die zu hundert Prozent mineralische "Fresco"-Kalkfarbe von Pure & Original mit ihrem charakteristischen Waschungseffekt und lebendigen, changierenden Erscheinungsbild, das durch das Aufpolieren des Löschkalks unweigerlich entsteht, beginnt derzeit bekannter zu werden. Die Vielfältigkeit der zur Verfügung stehenden Produkte wird sich allerdings erst in den kommenden Jahren eröffnen.

 

Kalkfarbe ist antiseptisch

Die Farbtöne der Hersteller-Paletten sind weitestgehend konkret historisch überliefert oder hergeleitet und entstammen Epochen einer bereits dekorativ orientierten Gesellschaft. Das niederländische Unternehmen, Painting the Past simuliert gar durch fein abgestimmte Nuancen gealterte Originalfarbtöne, die verblichen, blind und leicht gräulich diffus wirken und sich aufgrund des historischen Zitats für eine authentische Gestaltung entsprechender Räume und Architekturen besonders gut eignen. Während das Unternehmen, das in einer der ältesten Lackmanufakturen Europas fertigen lässt, auf die Verarbeitung lange bekannter und bewährter Naturpigmente zurückgreift und konkrete englische, holländische, französische und nordische Farbvorlieben vergangener Jahrhunderte wiederholt, bleibt Pure & Original im typisch flämischen Farbenspektrum und hantiert hinsichtlich der Basisstoffe auf traditioneller Linie. Die Belgier leisten sich allerdings auch avantgardistische Spielereien. So sind einige Nuancen nur bei entsprechend starkem Lichteinfall überhaupt voneinander unterscheidbar bzw. in ihrer Ausprägung wahrnehmbar. Das kleine Atelier L’Authentique verfügt indes über geradezu alchemistische Kenntnisse von der Pigmentgewinnung, zeigt sich experimentierfreudig und gelangt dementsprechend zu ausgesprochen eigenwilligen Ergebnissen, die eher auf künstlerische und intuitive Weise entstehen. Satte, leuchtende Farbtöne ergänzen die jeweiligen Spektren, Trend- oder Jux-Farbtöne werden hingegen vermieden.

 

Eine große Leistung, durch die sich das übergreifend hohe Qualitätsniveau der Marktteilnehmer – zu denen noch eine Hand voll mehr gehören als die hier beispielhaft genannten – beweist, liegt allerdings und paradoxer Weise etwas im Verborgenen. Alle Farbpaletten besitzen nämlich eine vergleichsweise hohe Identifizierbarkeit und Differenzierungsqualität. Dieses geschieht durch Vereinfachung. Erste Finesse: Die Benennung der Farbtöne folgt fast allgemein gültigen Assoziationen aus der Natur und ist damit geradezu objektiv nachvollziehbar („Sugar“, „Elephant Skin“, „Flachs“). Zweite Maßgabe: Die Farbtonauswahl wird durch eine farbfamiliär plausible Anordnung oder thematische Zusammenfassung zu Einzelpaletten erheblich erleichtert („Shabby Chic“, „Soft Loft“, „Kids Colours“). Alle Farbtöne bleiben sowohl namentlich als auch optisch bei alle dem noch immer unterscheidbar und ergeben auf diese Weise eine ineinandergreifende Farblandschaft, die kaum mehr ergänzungsfähig erscheint.

 

v.l.n.r.: Gebinde von Painting the Past, Pure & Original, L’Authentique

 

Ökologische und technische Qualität

 

Traditionelle Naturfarben sind aber nicht nur ideell wert- und ästhetisch reizvoll oder gar reine Verbraucherprodukte, die lediglich dekorative Erwartungen erfüllen, sondern wurden für den professionellen Einsatz entwickelt und bieten als solche Eigenschaften, die den ensprechenden fachlichen, technischen und ökologischen Anforderungen gerecht werden.

 

Die durchgängig wasserbasierten Kreidewandfarben beispielsweise sind betont ergiebig, hochdeckend, wirtschaftlich aufzubringen und erreichen aufgrund ihres gesättigt hohen Anteils ihres Werkstoffs allein durch zwei Lagen eine aussergewöhnlich hohe Gleichmäßigkeit und Farbtiefe, sind diffusionsoffen, lichtfest und nach Aushärtung vollkommen abriebfest und abwaschbar. Löschkalk-basierte Farben werden vorzugsweise mit einem Blockquast nass-in-nass in mehreren Lagen und willkürlichen Bewegungen aufgetragen. Dadurch lässt sich eine zu hohe Oberflächenspannung vermeiden und die Farbe nicht nur auf Kalk-, Gips- oder Zementputz anwenden, sondern auch auf Lehmputz und nichtmineralische Untergründe. Je nach Duktus entstehen durch diese "Al Fresco" genannte Technik lebendige, stark atmosphärische Flächen. Kalkfarben, dazu gehört auch die Tadelakt-ähnliche Kalkputzfarbe "Marrakech Walls" von Pure & Original, erhalten ein gesundes Wohn- und Raumklima, da sie nicht nur feuchtigkeitsunempfindlich und diffusionsoffen sind, sondern die Luftfeuchtigkeit binden. Aufgrund ihrer alkalischen Substanz wirken sie zudem schimmelabweisend und antiseptisch. Die Strukturwandfarbe "Rustica" von Painting the Past erzeugt durch zusätzliche Beimischung von Marmorpulver authentisch gealterte Erscheinungsbilder mit haptisch rustikal-körniger Oberfläche; sie kann unabhängig von der Untergrundeigenschaft jedoch nur in Kombination mit einem speziellen Primer verarbeitet werden.

 

Für intensiv genutzte und noch stärker zu schützende Flächen stehen Versiegelungen mit verschiedenen Belastungsgraden zur Verfügung – von der Kalkseife von Pure & Original, die einen leichten wasserabweisenden Schutz bietet und dabei eine Tadelakt-ähnliche Optik erzielt, über Wachse zur Pflege und Flüsssigkeitsabweisung von Wänden, Möbeln und anderen Flächen, über Sealer aller Hersteller mit bereits abwaschbaren, wasserfesten Oberflächen bis hin zum Topcoat Siegellack von Painting the Past, der selbst hoch beanspruchte Flächen, wie Treppen, Böden, Tischplatten oder Handläufe schützt.

Bis auf die Ausnahmen der Öl-basierten Lacke und Bodenfarben sowie der Wachse, sind alle Farbprodukte wasserbasiert und besitzen geringste VOC-Werte. Einige, wie der Eco-Remover oder Topcoat von Painting the Past werden sogar mit einem so genannten „Zero VOC“-Hinweis gekennzeichnet. Der Vorzug der geringen und zügigen Verflüchtigung verdunstungsfähiger Stoffe erleichtert die Arbeit vor allem auch für Allergiker und entsprechend empfindliche Anwender. Zudem verringern sich nicht nur baubiologische, sondern auch gesundheitliche Bedenken, insbesondere gegenüber Kindern und Haustieren.

 

Traditionelle Naturfarben bringen alles in einem also neben ihrer ökologischen und baubiologischen Eignung sowie fachlich-technischen Entsprechung auch ästhetische und ideelle Vorzüge mit sich. Die Entscheidung dafür oder dagegen wird in Folge dessen prinzipiell wohl nur noch vom Geldbeutel getroffen - doch sie sind und bleiben etwas ganz Besonderes.

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