Anwendungs- und Verarbeitungshinweise

Wasser- und Öllacke von L’Authentique

Ökologische Kreidelacke auf Wasserbasis und traditionelle Kreidelacke auf Ölbasis zur Aufarbeitung, Restaurierung und Gestaltung von Möbeln, Holz und Metall

Wasser- und Öllacke von L’Authentique eignen sich für strapazierfähige Beschichtungen nahezu aller Oberflächen, die technisch und fachlich einwandfrei aufgearbeitet werden sollen. Sie sind jeweils in den Glanzgraden matt, seidenglänzend und glänzend lieferbar.

Anwendungsbereiche und Eigenschaften

Die kreidebasierten Lacke wurden für den professionellen Einsatz entwickelt und eignen sich für die ästhetisch-gestalterische Aufarbeitung, farbliche Auffrischung oder auch fachgerechte Restaurierung sowie viele weitere Anwendungen im Innen- und Aussenbereich. Als wässige, umweltfreundliche Lösung ist Wasserlack geruchsarm, geschmeidig und einfach zu verarbeiten und ergibt traditionelle Anstriche mit charakteristischer Optik und eigenständiger Ästhetik. Sie dient im Speziellen der Beschichtung arbeitender Untergründe, wie Holz und Metall und kommt insbesondere beim Streichen von Möbeln zum Einsatz, ist aber auch auf lackierten Flächen (Altanstriche), Stein, Keramik, Lehm, Porzellan, Glas und Kunststoff anwendbar. Der traditionelle Kreidelack Öllack besitzt aufgrund der beinhalteten Öle zwar eine stärkere Geruchsentwicklung wärend Verarbeitung und Trocknung, ist jedoch im Hinblick auf geeignete Maluntergründe nahezu uneingeschränkt anwendbar und bildet hochfeste, belastungsresistente und witterungsbestädnige Oberflächen heraus.

 

Der niedrige Glanzgrad "matt" beider Basen erzeugt samtig-raue Beschichtungen und sind daher vergleichsweise anfälliger gegen Verschmutzungen, Abnutzungs- und Gebrauchsspuren, lässt sich dafür jedoch auch einfacher im Shabby Chic- und Vintage-Stil verarbeiten, bei dem ein gealterter, ggf. mitgenommen wirkender Eindruck erwünscht ist. Wird hingegen eine matte, aber gleichmäßige Oberfläche beabsichtigt, muss diese zum Schutz vor Einwirkungen abschliessend versiegelt werden. Im Vergleich dazu besitzen die höheren Glanzgrade "seidenglänzend" und "glänzend" einen verdichteteren Farbfilm, der schmutz- und wasserabweisend und insgesamt noch strapazierfähiger ist. Öllack bietet sich jedoch aufgrund seiner Härte bereits in der matten Variante an bei entsprechend stärker beanspruchten Flächen, wie beispielsweise Armlehnen, Sitzflächen, Türen, Küchenfronten, Handläufen oder Regalböden, deren Anstriche dadurch mechanisch stärker belastbar sind.

 

Zusammenfassend lässt sich Folgendes festhalten: Wasser- und Öllacke von L’Authentique besitzen bereits auf Wasserbasis insgesamt eine gute Haftung, Härte und Elastizität. Auf Ölbasis sowie mit Zunahme des Glanzgrades (von Matt zu Gloss) steigern sich die mechanische und chemische Belastbarkeit, deren Reinigungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Haltbarkeit. Nach diesem Effekt richtet sich auch die Entscheidung, welche Basis bzw. welcher Glanzgrad für einen bestimmten Einsatzweck technisch prinzipiell am besten geeignet ist, sofern dem nicht Geschmacks- und Gestaltungsgründe entgegenstehen.

 

Die Reichweite der Lacke von L’Authentique ist abhängig von der Saugkraft des Maluntergrundes, richtet sich nach Basis und Glanzgrad und stellt sich wie folgt dar: Wasserlack matt 6-8 m2, seidenglänzend und glänzend 10 m2, Öllack matt 10-12 m2, seidenglänzend und glänzend 12-15 m2, jeweils pro Liter und Lage. Wasser- und Öllacke von L’Authentique sind hochergiebig, ökologisch einwandfrei, abriebfest und waschbeständig, vergilbungsfest, lichtecht und überstreichfähig sowie auf Wasserbasis nahezu geruchsfrei. Beide Basen sind in ihren Glanzgraden jeweils in allen Farbtönen von L’Authentique erhältlich.

Maluntergrund

Der Maluntergrund muss grundsätzlich sauber, staubfrei, trocken, rost- und fettfrei sein und sollte keine losen Teile aufweisen. Um Saugfähigkeit und Haftungseigenschaft defizitärer Fläche zu verbessern, können diese vor dem Anstrich zusätzlich angeraut oder angeschliffen werden. Eine verlässlich, restlos und vollständig fettfreie Oberfläche lässt sich im Zweifelsfall mit einem Anlauger erreichen, der das Material zusätzlich mikrofein anraut. Leicht verunreinigte Maluntergründe, wie Holz, Altanstriche oder Metall, lassen sich mit einem Super Cleaner (Pure & Original) reinigen. Stark unebene Anstriche, gewachste, gebeizte, geölte oder hartnäckig verunreinigte Hölzer und Untergründe sollten hingegen mit einem pH-neutralen Remover (Painting the Past) vorbehandelt werden. Bei Altanstrichen mit einer gleichmäßigen Oberfläche ist eine Entschichtung technisch nicht erforderlich.

Vorbereitung

Ein sorgfältiges Abkleben von Bereichen, die nicht gestrichen oder auch später andersfarbig abgesetzt werden sollen, wie ggf. Glasscheiben, Profile, Stuckaturen oder Schubladeninnenseiten, ermöglicht eine akurate, saubere, bequeme und zügigere Arbeit. Als vorteilhaft hat sich eine Verarbeitung der Wasser- und Öllacke unter Einwirkung von Tageslicht erwiesen, da die Beurteilung von Gleichmäßigkeit und Deckvermögen bei künstlichem Licht zum Teil erheblich beeinträchtigt ist. Die Raumtemperatur während der Verarbeitung sollte 5-25°C betragen. Eine ausreichende Belüftung begünstigt den Trocknungs- und Aushärtungsprozess der Lacke. Um ungewollte Verunreinigungen von Kleidung und Gegenständen vorzubeugen, wird ein Eimer mit kaltem Wasser und Schwamm sowie ein trockenes Tuch bereitgestellt.

Grundierung

Sofern die zu streichenden Maluntergründe soweit intakt und nicht defizitär sind, muss eine Grundierung nicht unbeding erfolgen. Ein fettfreier Maluntergrund ist jedoch in jedem Fall zu gewährleisten.

 

Wasserlack:

Noch ungestrichene Hölzer und Flächen oder nachgebesserte Untergründe sind vor dem Streichen mit einer Grundierung für Wasserlacke (L’Authentique) einlagig vorzubereiten. Gleiches gilt, wenn sich der neu aufzubringende Farbton stark vom bisherigen unterscheidet (intensive und sehr dunkle Töne sowie grundsätzlich bei leuchtkräftigem Gelb, Orange oder Rot), um ein ausreichendes Deckvermögen des Foleanstrichs zu sichern. Bei Verwendung von Wasserlacken in Aussenbereichen (z. B. Zäune, Gartenhäuschen, Aussentüren) sollte prinzipiell grundiert werden sowie im Zweifelsfall. Bei problematischen Maluntergründen kann ein OmniPrim (Pure & Original) als Sperrgrund eingesetzt werden, der Blutungen bei dazu neigenden Hölzern, wie Eiche oder Astkiefer, blockiert, was zum Beispiel bei der Aufarbeitung einiger Dielenböden zu berücksichtigen ist. Ausserdem beinhalten unbehandelte und einige im Handel für Fenster, Türen, Fensterläden und Wandverkleidungen zugelassene Hölzer wasserlösliche Stoffe und Substanzen. Diese werden bei Neuanstrichen aktiviert und können das Ergebnis insbesondere von mit Wasserlacken beschichteten Flächen negativ zum Beispiel in Form von Verfärbungen beeinflussen. Zu den in dieser Hinsicht probelmatischen Hölzern gehören u. a. Merbau, Meranti, Sapupira oder Red Cedar. Dieser Effekt lässt sich durch einen Voranstrich mit OmniPrim verhindern. Grundierungen benötigen vor dem Folgeanstrich in allen Fällen eine Aushärtungszeit von 6-8 Stunden.

 

Öllacke:

Für die ölbasierten Lacke von L’Authentique gelten grundsätzliche dieselben Anforderungen wie für die wasserbasierten. Maluntergründe, die vorzugsweise mit Öllack gestrichen werden sollten, wie stark verwitterte oder rostige Flächen, sind hingegen mit der darauf abgestimmten Grundierung für Öllacke (L’Authentique) vorzustreichen, die vor dem Deckanstrich 10-12 Stunden aushärten muss.

Anstrich

Das verwendungsfertig gelieferte Gebinde sollte gründlich aufgerührt werden, da sich leichte und schwere Bestandteile voneinander trennen, diese für die Verarbeitung jedoch gleichmäßig verteilt sein müssen.

 

Zusammenhängende Flächen wie auch Einzellagen sollten nur mit dem Inhalt aus ein und demselben Gebinde heraus gestrichen werden, um seltene, aber nicht ganz auszuschliessende Farbtonabweichungen (sog. Chargen-, Los- oder Batch-Varianzen), die von Gebinde zu Gebinde auftreten können, zu vermeiden. Übersteigt diese Fläche die Reichweite eines Gebindes, sind vor dem Anstrich entsprechend viele Gebinde miteinander zu vermengen, ggf. sogar die für die Anstricharbeiten insgesamt benötigte Farbmenge. Partielle Ausbesserungen bereits gestrichener Flächen sollten nicht aus einem neuen Gebinde heraus erfolgen. Auch Farbton-Proben sind nicht für Ausbesserungen geeignet.

 

Die Lacke von L’Authentique können wahlweise mit einer Rolle (z. B. Schaumstoff oder Flor), einem entsprechend geeigneten Rund- oder Flachpinsel in durchschnittlich zwei unverdünnten Lagen aufgebracht werden, so dass ein verdichteter, farblich gleichmäßiger Farbfilm entsteht. Auch das Aufbringen mit einem Airless-Gerät ist möglich. Jede Lage benötigt vor dem nächsten Arbeitsgang 6-8 Stunden (Wasserlacke) bzw. 10-12 Stunden (Öllacke) Zeit zum Trocknen. Alle Werkzeuge sollten von entsprechend hoher Qualität sein, um einen wirtschaftlichen Verbrauch und optimale Arbeitsergebisse zu gewährleisten.

 

Es hat sich bewährt, zunächst Ecken, Kanten und je nach dem Profile und Stuckaturen mit einem breiten Flachpinsel vorzustreichen und möglichst viele Flächenteile mit einer Rolle abzuarbeiten, wenn eine akurate, gleich- und ebenmäßige Lackierung gewünscht ist. Um eine handwerkliche Optik im Endergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, den gesamten Anstrich mit einem Flach- oder Rundpinsel in absichtlich grobem Duktus vorzunehmen, so dass Pinselspuren sichtbar bleiben.

 

Sofern das Krakelieren, Pudern oder Patinieren vorgesehen ist, so lassen sich diese Antik-Effekte und Oberflächenbelebungen am besten auf mit Wasserlack matt gestrichenen Fläche herstellen, die anschliessend fixiert bzw. versiegelt werden können.

Oberflächenschutz

Je niedriger der Glanzgrad eines Lackes ist desto rauer ist dessen Oberfläche und desto eher muss diese gegen mechanische, klimatische, Feuchtigkeits- und sonstige Einflüsse geschützt werden. Öllacke bzw. höhere Glanzgrade besitzen grundsätzlich eine größere Härte und höhere Belastbarkeit als Wasserlacke bzw. niedriegere Glanzgrade und fordern deshalb in der Regel keine zusätzliche Versiegelung ein. Wasserlack matt hingegen müsste versiegelt werden, sofern natürliche Abnutzungs-, Alterungs- und Gebrauchsspuren nicht geschmacks- und gestaltungsbegündet in Kauf genommen werden sollen.

 

Versiegelungen sollten in jedem Fall erst nach einer Aushärtungszeit der gestrichenen Lacke von 48-72 Stunden vorgenommen werden. Mit einem gefärbten und kreidehaltigen Möbelwachs auf Bienenwachsbasis (Paste Wax von Painting the Past) lassen sich seidig-schimmernde, leicht speckig wirkend und antike Erscheinungsbilder erzeugen, die schmutz- und wasserbaweisend sind. Ein in 1-2 Lagen aufgebrachter Sealer (L’Authentique) ermöglicht einen wasserdichten Schutz und intensiviert leicht den darunterliegenden Farbton. Sealer ist nicht für vertikale Flächen, die einer längeren Bewässerung ausgesetzt sind (z. B. Duschkabineninnenwände) oder für horizontale Flächen, auf denen Flüssigkeiten längere Zeit stehen bleiben können (z. B. Küchenarbeitsplatten), geeignet. Stark beanspruchte und intensiv genutzte Flächen lassen sich mit Topcoat (Painting the Past), einem farblosen, wasserbasierten Siegellack in 2-3 Lagen langanhaltend versiegeln. Je stärker dieser vor Verwendung geschüttelt oder schaumig geschlagen wird desto matter trocknet er auf. Möbelwachs, Sealer und Topcoat sind nur bedingt für die Anwendung in Aussenbereichen geeignet.

Verarbeitung in der Restaurierung und Fassmalerei

Die fachliche Aufarbeitung von Möbeln, Accessoires und anderen Gegenständen durch Tischler, Restauratoren, Fassmaler oder Liebhaber erfolgt grundsätzlich entsprechend aufwendiger und arbeitsintensiver und ist ebenfalls mit den Lackfarben von Pure & Original möglich. So wird zunächst die Qualität des Maluntergrundes im Hinblick auf Tragfähigkeit, Gleichmäßigkeit, Unversehrtheit, Farbaufnahmefähigkeit und Haftungseigenschaft optimiert, wiederhergestellt und konkret gewährleistet. Entschichtung, Anschliff und Säuberung sind dabei feste Arbeitsschritte ebenso wie ein technisch nachhaltiger Farbaufbau über Grundierung, einen mehrlagigen Anstrich mit Zwischenanschliffen und einen geeigneten Oberflächenschutz.

 

Um zudem bestimmte ästhetische Ergebnisse, antike Erscheinungsbilder oder historisch und stilgeschichtlich authentische Resultate zu erzielen, werden durch zwischenzeitliches partielles Entfernen von Farbe, das künstliche Vergilben, künstlisches Verschmutzen, absichtliches Bekleckern, Pudern, Patinieren, Krakelieren und sogar das Hinzufügen oder bewusste Inkaufnehmen von Kratzern und Blessuren Alterungs- und Gebrauchsprozesse simuliert. Hierbei kommen auch Stahlwolle, Draht- und Nagelbürste, Schleifpapier, Hammer, Cutter und Messer zum Einsatz.

Sie haben weitere Fragen zur Verarbeitung von Produkten von Painting the Past, Pure & Original und L’Authentique oder deren Kombinationsmöglichkeiten? Dann helfen und beraten wir gern! Nutzen Sie dazu unser >Online-Kontaktformular, schreiben Sie uns eine >E-Mail oder rufen Sie uns an unter +49(0)4185/5873-04 (Mo-Fr 10-17 Uhr).

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